7. Dezember 2016

Zukunftsprojekte wichtig für ganz NRW

Am kommenden Freitag soll die Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr (RVR) die Verlängerung der Trägerschaftsverträge für die Route der Industriekultur und den Emscher Landschaftspark beschließen. Das Land NRW und der RVR verpflichten sich dadurch für weitere zehn Jahre, die beiden Großprojekt zu sichern und weiterzuentwickeln. Eine wichtige und gute Nachricht zum Jahresende, begrüßt die SPD-Fraktion im RVR die geplante Vertragsverlängerung.

Der bisherige Vertrag endet am 31. Dezember, der neue beginnt am 1. Januar. 5,6 Millionen Euro Landesmittel fließen dann jährlich in die Route der Industriekultur, zwei Millionen Euro mehr als bisher. Der RVR zahlt 3,9 Millionen Euro pro Jahr zur Unterstützung von Instandsetzungsmaßnahmen. Für den Emscher Landschaftspark erhält der RVR vom Land Ausgleichsmittel in Höhe von 2,5 Millionen Euro im Jahr. Der RVR verpflichtet sich mit einem anteiligen finanziellen Ausgleich, die Qualitätssicherung der regional und überregional bedeutsamen Standorte im Emscher Landschaftspark sicherzustellen.

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Jahrhunderthalle in Bochum bei der ExtraSchicht (Foto: RTG)

Beide Projekte sind von großer regionaler und überregionaler Bedeutung. Die SPD-Fraktion im RVR freut sich sehr darüber, dass auch die Landesregierung die Route der Industriekultur und den Emscher Landschaftspark als wegweisende und erfolgreiche Zukunftsprojekte betrachtet. Sie stehen in herausragender Weise für die industrielle Geschichte, den Strukturwandel und die wirtschaftliche, kulturelle, ökologische und touristische Entwicklung unserer Region. In den nächsten Jahren soll sich der Emscher Landschaftspark als Gemeinschafts- und Generationenprojekt zu einem Regionalpark entwickeln.

Mit der weiteren Trägerschaft ist der RVR auch in Zukunft verantwortlich für Konzeption, Koordination, Öffentlichkeitsarbeit, neue Bauprojekte und teilweise für die Pflege der Route der Industriekultur und des Emscher Landschaftsparks. Dazu gehört zum Beispiel, den Emscher Landschaftspark im Rahmen von Großprojekten wie der IGA 2027 und der Klimametropole Ruhr 2022 zu präsentieren.

Die bisher getrennten Verträge für die Route der Industriekultur und den Emscher Landschaftspark wurden nun in einem Vertragswerk zusammengeführt.

Für den Emscher Landschaftspark benennt der Vertrag 15 regional bedeutsame Standorte. Dies sind die Emscher Park Radwege, der Landschaftspark Duisburg-Nord, der Garten der Erinnerungen in Duisburg, die Parklandschaft Ripshorst mit Gehölzgarten und Gleispark in Oberhausen und Essen, die Tetraederhalde in Bottrop, die Haldenlandschaft Schurenbach in Essen, der Nordsternpark in Gelsenkirchen, die Halde Großes Holz in Bergkamen, die Halde Rheinelbe in Gelsenkirchen, der Westpark in Bochum, der Bergpark Lohberg in Dinslaken, der Stadtteilpark Mont-Cenis in Herne, die Kokerei Hansa in Dortmund, das Welterbe Zollverein  in Essen sowie der Landschaftspark Hoheward in Herten und Recklinghausen.

Für die Route der Industriekultur weist der Vertrag fünf regional bedeutsame Standorte aus: Das Welterbe Zollverein in Essen, den Landschaftspark Duisburg-Nord, den Gasometer Oberhausen, das Gebäudeensemble Jahrhunderthalle Bochum und die Kokerei Hansa Dortmund.

Martina Schmück-Glock ist Bochumerin und Vorsitzende der SPD-Fraktion im RVR. Ihr Herz schlägt nicht nur für ihre Heimatstadt Bochum, sondern für die ganze Region: “Die Route der Industriekultur und der Emscher Landschaftspark sind große Leuchttürme in der Metropole Ruhr. Es ist gut und wichtig, dass das Land und der RVR dies weiter vorantreiben. Der Westpark mit der Jahrhunderthalle gehört zu meinen absoluten Lieblingsorten. Schön zu wissen, dass die Bedeutung dieser einmaligen Orte für die Menschen in der Region anerkannt wird.”

 

Slider-Foto: Landschaftspark Duisburg-Nord (Foto: Michael Gustrau/RVR-SPD)