27. Dezember 2016

“Wir sind weiter als wir selbst oft denken”

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Zum Jahresende gab es noch einmal gute Neuigkeiten. Anfang Dezember hat der Verwaltungsrat der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft entschieden, dass die Internationale Gartenausstellung IGA 2027 in der Metropole Ruhr stattfindet. Dies ist ein weiterer Meilenstein für unsere Region auf dem Weg zu einer Modellregion für Grüne Infrastruktur und innovative Regional- und Freiraumentwicklung.

Auf diesem Weg sind wir bereits seit einigen Jahren und gehen ihn konsequent weiter. Essen wird 2017 Grüne Hauptstadt Europas und auch die Großprojekte InnovationCity Ruhr und klimametropole RUHR.2022 zeigen, wie weit wir inzwischen gekommen sind.

Dass in der Metropole Ruhr vieles in Bewegung ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Noch nicht überall, jedoch in wichtigen Fachkreisen. So hat der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) die Studie „Der Umzug der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte“ veröffentlicht. Das Kapitel über unsere Region beginnt mit  der Überschrift „Das Ruhrgebiet: Die post-industrielle Metropole – polyzentrisch zukunftsfähig“.

Der WBGU ist dafür zuständig, Umweltveränderungen zu bewerten. Bei der Metropole Ruhr kommt er zu dem Schluss, dass der Polyzentrismus Vorzüge bietet, die bisher noch “untergenutzt” werden. Wenn wir diese Vorzüge klug einsetzen, können wir zu einer postmontanen Modellregion werden. Vom Klassenletzten zum Musterschüler.

Martina Schmück-Glock, die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Regionalverband Ruhr (RVR), hat in ihrer Haushaltsrede in der Verbandsversammlung des RVR am 9. Dezember auf diese Studie hingewiesen. Die Resonanz in der Verbandsversammlung selbst, von politischer Seite sowie von den Medien war außergewöhnlich hoch. “Daran zeigt sich, dass uns selbst oft gar nicht ausreichend klar ist, dass wir auf einem wirklich guten Weg sind und sich alte Schwächen zu neuen Stärken entwickelt haben”, so Martina Schmück-Glock.

img_4663Ein Zitat aus der Studie verdeutlicht die Bedeutung des Polyzentrismus: “Sozialstrukturell und soziokulturell können die Städte ihre Eigenarten bewahren, ausbauen und neu erfinden (und mehr Attraktivität nach außen entwickeln), zumal wenn die Wirtschaftsförderung und Industriepolitik der Städte und Gemeinden im Regionalverband Ruhr nicht länger auf die Vorhaltung aller Funktionen abzielt, sondern auf die Stärken fokussiert, die in den Bereichen Industrieproduktion, Kreativwirtschaft, grüner Logistik, Gesundheitswesen und anderen Dienstleistungen, Wissensproduktion, Sporthochburg sowie Naherholungszone liegen. Parallel gilt es ruhrgebietsübergreifende Projekte voranzubringen, ähnlich der “neuen Emscher” oder dem 100-Kilometer-Radschnellweg, die idealerweise im Sinne einer Nullemissionsvision den individualisierten Verkehr zurückfahren und Verkehrskonzepte hervorbringen, die dem Polyzentrismus angemessen sind.”

Im Sommer 2017 finden zum zweiten Mal die “Ruhr Games” statt, diesmal in Dortmund. Der RVR ist Veranstalter und bringt den Sport dahin, wo die Menschen sind. Die Ruhr Games verbinden olympische Sportarten mit Trend- und Actionsportarten und einem attraktiven Kulturprogramm. Ein riesiges Festival für tausende junge Sportlerinnen und Sportler und zehntausende Besucherinnen und Besucher. Martina Schmück-Glock: “Die Ruhr Games sind eine gute Gelegenheit, uns von unserer besten Seite zu zeigen.”

In diesem Sinne wünscht die SPD-Fraktion im RVR allen Leserinnen und Lesern einen schönen Jahresausklang und ein glückliches und gesundes neues Jahr!