Immenses Sparpotenzial endlich nutzen

Die Bundesregierung will die Sanierung von Gebäuden fördern, um das Klima zu schützen. So steht es im Koalitionsvertrag – wurde bisher jedoch nicht umgesetzt. Auf Initiative der SPD-Fraktion hat die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr daher eine Resolution beschlossen, die den Bundestag zum Handeln auffordert.

Wohnen verbraucht enorm viel Energie. Rund vierzig Prozent des Primärenergiebedarfs in Deutschland fließen in den Unterhalt von Wohngebäuden. Den größten Anteil macht dabei das Heizen aus. In der Metropole Ruhr gibt es viele Wohngebäude – vor allem Mehrfamilienhäuser aus den 1960er- und 1970er-Jahren -, die nach heutigem technischen Standard deutlich zu viel Energie verbrauchen. “Hier besteht ein immenses Sparpotenzial”, erklärt Martina Schmück-Glock, Vorsitzende der SPD-Fraktion im RVR.

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Thermogramm (Foto: Stadtwerke Bochum)

Im Koalitionsvertrag wird ein steuerlicher Bonus von 10 bis 25 Prozent der investierten Sanierungskosten angekündigt, um einen finanziellen Anreiz zur Sanierung des Gebäudealtbestandes zu schaffen. “Das würde für unsere Region einen wichtigen Schub bedeuten”, so Martina Schmück-Glock. Und weiter: “Durch die zurzeit historisch niedrigen Sparzinsen ist die Gelegenheit günstig, Investitionen in die Gebäudesanierung zu lenken. Die Bundesregierung sollte ihren Teil dazu beitragen.” Gleichzeitig muss der so genannte Handwerkerbonus, nach dem zwanzig Prozent der Arbeitskosten von Handwerkern steuerlich geltend gemacht werden können, unverändert erhalten bleiben. Würde der Handwerkerbonus gestrichen, wäre eine Ausweitung des schwarzen Arbeitsmarktes zu befürchten. “Nur beide Maßnahmen zusammen fördern Klimaschutz und Handwerk in der Metropole Ruhr”, fasst die Fraktionsvorsitzende zusammen.

Die SPD unterstützt mit ihren Forderungen auch die Arbeit der RVR-Tochter Wirtschaftsförderung metropoleruhr (wmr). Die wmr entwickelt und erprobt im “Regionalen Innovationsnetzwerk – Energieeffizienz Ruhr” energieeffiziente Lösungen für ganze Quartiere. Das Netzwerk untersucht die energetische Ausgangslage der Gebäude und gleichzeitig die soziokulturellen Aspekte der Stadtviertel um herauszufinden, wie Eigentümer und Anwohner für Energieeffizienzmaßnahmen gewonnen werden können. Dazu gehören kostengünstige Finanzierungen und Investitionsmodelle, die mit dem versprochenen Steuerbonus deutlich leichter realisierbar wären.

Die Verbandsversammlung hat der Resolution am 27. März mit großer Mehrheit zugestimmt.

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Martina Schmück-Glock, Vorsitzende der SPD-Fraktion im RVR (Foto: RVR-SPD)

 

HINWEIS
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Die Resolution finden Sie hier.

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SPD-Fraktion im Regionalverband Ruhr
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